Sportsgeist

La Ola

Ja, liebe Freunde – La Ola heißt die Welle, die durch die Fankurve im Stadion jagt und durch die gegnerische Abwehr in die Herzen der Fans fliegt. La Ola heißt auch die Ballsportlerin der ersten Stunde, die Fußballgöttin.
Das Ballgefühl wurde ihr in die Wiege gelegt. Sie ballerte erst in die Windeln und später mit den Rasseln. Im zarten Vorschulalter wechselte sie aus der Amateurstube des Wohnzimmers ins Trainingslager des Heimatvereins. Dort ballerte sie alles weg, was ihr in die Quere kam, und jagte das Leder mit wachsender Begeisterung und Größe ins gegnerische Tor. Sie kickte sich durch! Durch die gegnerische Abwehr, dann mitten ins Leben. Auf dem Bolzplatz des Heimatclubs, wie später in den Stadien der Welt, schreit die Fangemeinde ihren Namen. Dem Ruf nach der Fußballgöttin folgt die Welle durch die Fankurven.

Durch die gegnerische Abwehr, dann mitten ins Leben.

La Ola lässt sich heute nicht mehr lange bitten und schreitet zur Tat. Mühelos lässt sie den Ball kreisen, vom Scheitel bis zur Sohle, über den großen Zeh, längs der Wade, in die Kniekehle. Ein Kick mit der Hüfte und über die Nackenpartie, um den Hals, auf die Stirn zurück, zum Bauchnabel – ein Kick bis zur Grasnarbe. Der Ball ruht sich aus, unter dem Ballen und dem kleinen Zeh.

Während andere noch auf ein zweites Wunder von Bern warten, zeigt La Ola, wie das Runde ins Eckige passt: vor, während und nach dem Spiel.