Handwerk

M wie Makint0szh

Da gab es zum Beispiel Onkel Makint0szh. Vor Jahren kam er, nur mit einer schillernden Rokokomatratze unter dem Arm, aus Terrabyte. Er verschwand in einer Garage, einem Ort der Kreativität. Dort, wo Männer noch Männer sein können. Die Matratze besaß ein kleines Loch im Gewebe, ein Portal in ein anderes Universum. Irgendwann einmal kniff Onkel Mak das eine Auge zusammen und schaute mit dem anderen tief hinein in die Matratzenwelt. Ein feines System aus geschmeidiger Anwendungssoftware und grafischer Benutzer­oberfläche nahm in seinem Kopf Gestalt an. Die Federkerne waren sauber platziert und drechselten sich schnurgerade durch das Geäst aus Rosshaar. Das Abbild der eleganten Speicherstadt des Wohlbefindens unter seidigem Bezug. Perfekt!

„Dort, wo Männer noch Männer sein können.“

Er fristete nicht länger sein Forscherleben in der Garage. Am Widerstand entlang, biss er in den Apfel der Versuchung und schuf ein Imperium, das er, säuberlich in Holzkisten verpackt, in die Welt schickte. Sein Körper ist längst futsch – die Matratze auch. Die Apfelsorte, seine Seele und das Ma(c) im Produktnamen sind hingegen bis heute erhalten.

Onkel Mak konnte damals nicht ahnen, was sein Blick in die Matratzenwelt für die Menschheit bedeuten würde. Seine Firma ist heute im sonnigen Kalifornien angesiedelt und ohne mächtig viel „Jobs“ geht dort nix mehr.