Hier geht es um elegante Fahrgestelle für große und kleine Tiere, um Fahren in seiner schönsten Form. Wie es das Leben so schreibt, kam Luisa mit mächtig viel PS unter der Haube, ganz groß raus.

Ihr Vater, Seniore Carrera, kam mit seiner Familie ins Land des Volkswagen. Hier boomte die Autoindustrie und er fand nach längerer Durststrecke endlich Arbeit in einem Motorenwerk. Tochter Luisa folgte ihm und trat in seine Fußstapfen. Mit beiden Beinen auf dem Boden, holte sie so manchen Sand aus dem Getriebe. Obwohl mit ihrem Blaumann fast verheiratet, entschied sie sich, Vision, Mut und Kreativität zum Beruf zu machen. Konstruieren, statt reparieren, wollte sie. Sie studierte, konstruierte und mobilisierte auch andere. Von Motor zu Motor schraubte sie sich hoch, entlang der glatt polierten Fläche des Kotflügels, bis in die Chefetage, wo immer am großen Ganzen geschraubt wird. Unternehmerisches Denken und Lenken, das war ihr Fall.

Phantasie und Zuverlässigkeit verschmolz sie zu einer Einheit – packte alles auf vier Räder mit sattem Profil. Das war das Maß aller Dinge, ganz genau ihr Typ 356.

Die Zeit flitzte. Luisa war immer auf dem Sprung und liebte ihre Autos, je schneller – je lieber. Genauso viel Pferdestärken, wie sie unter der Motorhaube hatte, frisierte sie den windschnittigen Gefährten ihrer Vorstellung unters fein lackierte Blech.

Heute lässt Louisa ihr Imperium von anderen bewirtschaften. Noch immer liebt sie schnelle Gefährte und Gefährten. Umgekehrt lieben kleine und große Tiere sie und ihre Pferdestärken. Wenn der Fahrtwind im Haar den Pony zwirbelt, tankt sie auf. So fliegt sie durch die Lande – Luis an ihrer Seite. Das handtaschengroße Etwas war doch tatsächlich ein Hund, stellte Louisa fest, als sie gerade mal wieder besonders lospreschte und zwar zurück in die Zukunft.