
Hainholz war Ende der 2000er-Jahre mitten im Wandel. Mit umfangreichen Mitteln der Stadtentwicklung wurde in Gebäude, öffentliche Räume und Infrastruktur investiert. Doch ein Stadtteil verändert sich nicht allein durch neue Straßen, Plätze und Häuser.
Deshalb sollte der Kultursommer eine andere Seite von Hainholz sichtbar machen: die Menschen, Initiativen, Künstlerinnen und Künstler und kulturellen Orte, die hier längst aktiv waren.
Der Stadtentwickler Wolfgang Jarnot holte uns für die kommunikative Seite des Projekts dazu. Gemeinsam mit mehreren Bereichen der Stadt Hannover, dem Kulturtreff und weiteren Beteiligten entstand ein Kultursommer, der beim ersten Mal rund 80 Veranstaltungen über drei Monate zusammenbrachte.
Unsere Aufgabe war es, daraus ein Ganzes zu machen.
80 Veranstaltungen sind schön. Für die Kommunikation sind sie erst einmal ziemlich viel Material. Für die Litfaßsäulen entwickelten wir deshalb ein Plakatsystem aus zwei Hälften. Die linke Hälfte mit dem Kultursommer blieb stehen, während die rechte Hälfte immer wieder durch aktuelle Veranstaltungen ersetzt wurde. So konnte sich das Programm über den ganzen Sommer verändern, ohne dass der gemeinsame Auftritt verloren ging.
Dazu kamen ein umfangreiches Programmheft, Texte, Bilder und weitere Kommunikationsmittel. Hinter dem sichtbaren Auftritt steckte dabei einiges an Koordination: unterschiedliche Veranstaltungen, Kulturschaffende und mehrere städtische Stellen mussten immer wieder zusammenfinden.
Herausforderung
Die kulturelle Seite eines Stadtteils sichtbar machen, der sich mitten in einem umfassenden Stadtentwicklungsprozess befand.
Beitrag
Ein gemeinsamer Auftritt für den Kultursommer Hainholz, der unterschiedlichste Veranstaltungen, Initiativen und Menschen über mehrere Monate miteinander verband.
Wirkung
Rund 80 Veranstaltungen beim ersten Kultursommer und ein Format, das die kulturelle Entwicklung von Hainholz über viele Jahre begleitet hat.
Leistungen
Konzeption · Branding · Redaktion · Programmgestaltung · Kampagne · Plakatierung · Veranstaltungskommunikation


Eines der sichtbarsten Projekte des ersten Kultursommers kam von dem Künstler Siegfried Neuenhausen. Gemeinsam mit Menschen aus dem Stadtteil entstanden 100 großformatige Fahnen, die an zentralen Orten in Hainholz gezeigt wurden.
Der Stadtteil wurde dabei nicht nur zum Ausstellungsort. Seine Bewohnerinnen und Bewohner wurden selbst Teil des Projekts.
Der Kultursommer wurde später mehrfach neu aufgelegt. Wir entwickelten den Auftritt weiter, passten Programme, Plakatierung und Kommunikationsmittel an und begleiteten das Format über mehrere Ausgaben.
Kultur ist in Hainholz längst nicht mehr nur ein Sommerprogramm. Mit dem Kulturtreff, dem Kulturbunker, dem POMP und der Kornbrennerei gibt es Orte, die den Stadtteil bis heute kulturell prägen.
Die Kornbrennerei war dabei für uns von Anfang an ein besonderer Ort: Schon beim ersten Kultursommer hatten wir dort unser Studio und waren damit nicht nur an der Kommunikation beteiligt, sondern selbst Teil des kulturellen Umfelds in Hainholz.
Vielleicht war der Kultursommer deshalb für uns auch nie einfach nur eine Kampagne.






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